Gelesen im Mai 2019

Der Mai ist vorbei und diesen Monat hatte ich keine Leseplanung, was auch mal ganz entspannt war. Ich hatte zwischen durch einfach keinen Bock irgendwas zu lesen.

  1. „Versehentlich verliebt“ von Adriana Popescu
  2. „Ein Hauch von Schnee und Asche“ von Diana Gabaldon
  3. „Gelobtes Land – Gloov“ von Christine Heimannsberg(Rezensionsexemplar)
  4. „Nimona“ von Noelle Stevenson
  5. „Dry“ von Neal und Jarrod Shusterman (Rezensionsexemplar)
  6. „Obsidian“ von Jennifer L. Armentrout
  7. „Onyx“ von Jennifer L. Armentrout
  8. „Opal“ von Jennifer L. Armentrout
  9. „Origin“ von Jennifer L. Armentrout
  10. „Truly Devious“ von Maureen Johnson (Hörbuch)
  11. „Oppsition“ von Jennifer L. Armentrout
  12. „Up all Night“ von April Dawson (Rezensionsexemplar)
  13. Es muss ja nicht perfekt sein“ von Krystal Sutherland (Rezensionsexemplar)
  14. „Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte“ von Anne Freytag
  15. „Falling Fast“ von Bianca Iosivoni
Mein Lesemonat, es fehlen nur die E-Books und das Hörbuch

Ein Highlight war definitiv „Ein Hauch von Schnee und Asche“ zu beenden, denn ich saß bestimmt einen Monat an diesem Buch und für mich ist das echt lange. aber ich freue mich es geschafft zu haben und werde vermutlich im nächsten Monat den nächsten band beginnen.

Es großer Schritt für meinen SuB war es , dass ich endlich die Lux-Reihe beendet habe. Ich bin sehr begeistert von dem Platz, den ich nun auf einmal habe. Von der Reihe bin ich so halb begeistert. Die ersten Bände waren ziemlich gut, aber der dritte und die erste Hälfte des vierten haben dann nach gelassen, aber dasurch dass die zweite Hälfte wieder gut war, hatte ich wieder Hoffnung die mir im fünften Band einfach komplett genommen wurde. Es war so schlecht. Aber der Schreibstil, der war konstant sehr gut.

Eine weitere Empfehlung meiner Seits ist Nimona von Noelle Stevenson. Das Buch ist eine Grafic Novel und sehr lustig. ich liebe den Zeichenstil und da sie auch die Lumberjanes gezeichnet hat, habe ich einen Grund mehr das zu lesen!

Mein SuB ist leider nicht unbedingt gesunken und das ist etwas, dass ich im nächsten Monat vielleicht endlich mal angehen sollte. Aber das ist ein Problem für den nächsten Monat. Ich sollte vielleicht nicht erwähnen, dass gerade heute wieder ein Stapel Bücher bei mir eingezogen ist. Wie gesagt, ein Problem für den Juni.

Rezension zu „Up all Night“ von April Dawson

Diese Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt.

In diesem Buch geht es um Taylor, die gerade ihren Job verloren hat, von ihrem Freund betrogen wurde, aus der gemeinsamen Wohnung geflüchtet ist und ihr Auto wurde vor ihren Augen geklaut. Doch sie hat Glück im Unglück. Denn sie begegnet Daniel, ihrem besten Freund aus ihrer Kindheit und kann bei ihm und seine Schwester einziehen. Doch was sie nicht ahnt ist, das Daniel schon seit Jahren auf sie steht.

Eigentlich wissen jetzt alle wie dieses Buch verlaufen wird, oder haben einige noch nicht die Klischees erkannt? Wenn nicht, dann lies meine Zusammenfassung noch einmal. Aber ich gehe mal davon aus, dass du eigentlich sogar Interesse an dem Buch hast, denn warum solltest du sonst diese Rezension lesen? Die große Frage bei diesem Buch ist also nicht was passiert, sondern lohnt es sich dieses Buch zu lesen obwohl ich weiß was passiert.

Joa, kann man lesen.

Wie noch mehr? Also gut.

Ich hatte viel Spaß beim Lesen. Es war ein lockerer leichter Liebesroman, der echt gut dafür ist um den Kopf leer zu kriegen. Ich liebe das Apartment in dem unsere Hauptcharaktere leben und lesen. Sie haben einen Wintergarten, der wie die reinste Oasen mit fantastischen Ausblick beschrieben wird und ich würde viel dafür tun um dort jeden Tag lesen zu können.

Und auch wenn mir von Anfang an klar war, wie dieses Buch enden wird, hat die Autorin es geschafft Spannung in das Ganze einzubauen! Ich wollte unbedingt wissen, wie sich das große Problem aufklärt und wie sie darauf reagieren wird. Leider wurde mir die Auflösung auf den letzten Seiten zu schnell aufgeklärt, ich hätte mir gewünscht, dass sie etwas mehr miteinander geredet hätten nachdem alles wichtige aufgedeckt wurde. Schließlich haben 250 Seiten lang auch nur geredet.

Was mir zum Schluss auch gefehlt hat war die Spannung zwischen den beiden. Gerade, weil sie nur miteinander geschrieben haben, fehlte mir die nonverbale Kommunikation in dem Buch, was eine Menge ausmachen kann. Es gab ein wenig Diversität unter den Charakteren, jedoch sehe ich mich nicht in der Position das zu beurteilen, deshalb freue ich mich darüber das sie da ist, doch ich habe keine Ahnung ob sie gut ausgeführt wurde.

Abgesehen davon bin ich ganz zufrieden mit dem Buch, es war von Anfang an leicht sich darin zu verlieren. Sie hat einen wunderbaren Schreibstil, den ich gerne weiterverfolge. Der zweite Band in dieser Reihe wird es um einen Hauptnebencharakter gehen und ich freue mich schon sehr mehr von ihr zu lesen.

Fazit

Es war ein gutes Buch für zwischendurch. Perfekt um auf den Zug zu warten, denn man kann jeder Zeit aufhören und wieder anfangen es zu lesen. Die Autorin hat hier ein wirklich gutes Buch geschrieben und ich hätte mich gefreut, wenn es noch länger gewesen wäre.

Meine Bewertung

Game of Libraries – Wie verhält man sich in einer Bibliothek

Es gibt Möglichkeiten wie ihr euch beliebt machen könnt beim Bibliothekspersonal. Und ich als ultimativer Insider verrate euch jetzt ein paar, weil ich so großzügig bin und nicht um mir und meinen Kollegen das Leben ein bisschen zu erleichtern. Naja eigentlich sind es eher Dinge die du machen solltest um dich nicht unbeliebt zu machen, aber auch das ist schon mal Gold wert, glaub mir.

Wenn du nicht weißt wo die Bücher herkommen gib sie jemanden, der es weiß.

Klingt logisch, ist es aber anscheinend nicht. Wenn du ein Buch aus dem Regal ziehst, ist erst mal nichts falsch daran. Dafür sind die Bücher ja da. Nimm dir gerne so viele du tragen kannst. Auch wenn du dich dann umentscheidest, kein Problem. Passiert mir auch ständig, dass ich Buch dann doch nicht jetzt mitnehmen will oder ein besseres zu dem Thema gefunden habe. Was dann aber zum Problem wird, ist wenn du nicht mehr weißt wo hin damit. Dann stellst du dein Buch nicht einfach irgendwo ins Regal zurück, denn auch wenn die Regal täglich aufgeräumt werden, übersieht man schnell ein falsch gestellt wurden. Das wird dann zum Problem, wenn dieses Buch gesucht wird und keiner weiß wo noch gesucht werden soll.

So können in den Bücherhallen in Hamburg (Zentralbibliothek) Bücher zurückgeben werden, wenn sie nicht ausgeliehen wurden

Also was machst du dann, wenn du ein Buch hast von dem du nicht weißt wo hin damit? Einfach einem Mitarbeiter geben, in meiner Bibliothek ist der beste Platz dafür vorne am Verbuchungstheken, also dort wo du auch Bücher auch zurückgibst und ausleihst, denn dort haben wir schon viele Bücher, die wir am nächsten Tag einstellen müssen, da macht dein Buch auch keinen großen Unterschied. Wenn es so etwas in deiner Bibliothek nicht gibt, dann einfach einen Mitarbeiter nett fragen, ob er für dich das Buch zurückstellen könnte. Einige Bibliotheken haben auch extra Ablageflächen für so etwas. Einfach nachfragen, wir freuen uns nur, dass wir es hinterher nicht suchen müssen.

Höre auf das was das Personal dir sagt!

Eine tolle Form, wie die Regeln in Hamburg noch einmal erklärt werden

Auch das klingt wieder logisch, aber ist noch nicht bei allen angekommen. Wenn dir ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin sagt, dass du aufhören sollst Kekse zu essen, dann hörst du auf Kekse zu essen und entschuldigst dich! Wenn dir gesagt wird, dass momentan kein PC-Platz frei ist, fragst du entweder wann denn einer frei sein könnte und bedankst dich oder du bedankst dich und machst was anderes. Wir wollen keine Diskussion mit dir, denn dann wirst du uns unsympathisch und die Diskussion bringt niemanden etwas, da wir schon die Fakten geliefert haben und daran auch nichts ändern können.

Ein bisschen Geduld

Aus der Kinderbibliothek in der Zentralbibliothek der Bücherhallen in Hamburg

Wenn die Bibliothek keine Selbstverbuchung hat, musst du alles ausgeliehene bei der Verbuchungstheke abgegeben, das weißt du vermutlich schon. Aber wenn du nur deine Medien auf den Tisch knallst und dann in die Bibliothek stürmst und am besten ein „den Rest bitte verlängern“ hinten dran hängst, dann machst du dich wieder unbeliebt. Wenn du jedoch stehen bleibst, dann können wir dir nicht nur sagen, was du noch auf dem Konto hast, welche Gebühren noch ausstehen und ggf. noch was verlängern, du bekommst häufig sogar noch ein lächeln von uns, weil unsere Arbeit zu mindesten anerkannt wird.

Gebühren und Mahnungen

Es gibt ein Phänomen, das ich immer wieder gerne Beobachte, Menschen regen sich eher über kleine Beträge auf als über größere. Es gibt immer wieder Menschen, die Regen sich über jeden Cent auf, den sie zahlen müssen und das ergibt für mich keinen Sinn, denn letztlich sind sie ja selber Schuld. Du willst keinen Euro für eine Reservierung zahlen? Reserviere kein Buch, warte bis es wieder im Regal steht und du schnell genug bist um es auszuleihen. Du willst keine Verzugsgebühren zahlen? Gib dein Buch Rechtzeitig ab und Verlängere es. Dazu gibt es viele Möglichkeiten, aber bei den meisten Bibliotheken reicht eine Mail oder ein Anruf und die Sache ist erledigt.

Eine Sitzecke in der Bibliothek in Bremerhaven und ich bin dezent neidisch

Und was machst du wenn du eine Mahnung bekommen hast? Nun du schnappst dir die Bücher und gehst in die Bibliothek. Vergiss nicht ein volles Portmonee mitzunehmen und lies vorsichtshalber die Mahnung noch einmal gründlich. So bekommen wir die Bücher wieder und die Gebühren stehen auch nicht mehr auf dem Konto. Dadurch ist der unangenehme Part schnell für alle vorbei.

Trinkgeld

Und Trinkgeld ist eine ganz schwierige Sache, wir schätzen die Geste sehr. Wirklich, aber wir arbeiten im öffentlich Dienst, wir dürfen nicht mal einen Cent annehmen, denn das kann als Bestechung ausgelegt werden. Es ist für mich immer eine sehr unangenehme Situation, wenn ich jemanden erklären muss, dass ich nichts annehmen darf. Was wir annehmen dürfen ist selbstgemachtes. Also Kuchen, Kekse und auch gebasteltes ist kein Problem.

Rezension zu „Es muss ja nicht perfekt sein“ von Krystal Sutherland

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar von cbj über das Bloggerportal zur Verfügung gestellt.

Esthers Familie leidet unter einem Fluch. Jeder in ihrer Familie wir an seiner größten Angst sterben. Doch Ester weiß noch nicht was ihre größte Angst ist deshalb hat sie eine Liste mit 50 Dingen, die dafür in Frage kommen. Diese Dinge umgeht sie einfach, so kann sie auch nicht dem Fluch zum Opfer fallen, doch eines Tages begegnet sie Jonah wieder. Ihrem Schwarm aus der Grundschule und gemeinsam beschließen sie den Fluch zu brechen und ihre Ängste zu besiegen.

In diesem Buch geht es um so viel mehr als darum sich seinen Ängsten zu stellen. Es geht um die Liebe und wie nicht jeder diese Liebe ausdrücken kann. Es geht darum erwachsen zu werden und zu erkennen, dass seine Familie nicht perfekt ist. Aber das wichtigste Thema in diesem Buch sind psychische Erkrankungen. Diese sind am Anfang des Buches nicht unbedingt ersichtlich, aber sie spielen eine große Rolle im Leben der Figuren.

Ich mag den Aufbau des Buches sehr. Es fängt mit einer sehr leichten und einfachen Geschichte an, die sich zuerst wie die typische Liebes/Coming of age Geschichte anfühlt. Doch mit jedem Kapitel erhält dieses Buch mehr Tiefe und die Handlung wird komplexer. Gerade auf den letzten Seiten wo alles an seinen rechten Platz fällt, kann man all die Zusammenhänge sehen. Ich meine klar, es ist das Ende des Buches, was erwartet man sonst. Aber ich meine eher man schaut auf das Buch zurück und erkennt wie diese Kleinigkeit, die man erst zum Schluss erfährt schon die ganze Zeit über angedeutet wurde, mal mehr oder weniger Offensichtlich.

Krystal Sutherland hat dieses Buch einfach so gut geschrieben. Es gibt Metapher, es gibt Tiefe und dennoch ist dieses Buch für Jugendlich ausgelegt. Es werden einige schwierige Themen angesprochen und dennoch fühlt sich das Buch leicht an. Also eigentlich kann man dazu nur sagen, dass diese Frau schreiben kann und das nicht gerade schlecht.

Fazit

Ich bin begeistert von diesem absolut leichten Buch über untragbar schwere Themen. Ich kann nicht begreifen wie ein Mensch so schreiben kann. Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, der auch nur irgendwie Jugendbücher mag. Lest dieses Buch, freut euch über dieses Buch und dann denkt darüber nach. Viele menthal health Bücher lassen einen irgendwie angeschlagen zurück, aber das nicht und das macht es so gut. „Es muss ja nicht perfekt sein“ ist für mich perfekt.

Meine Bewertung

Ich habe auch das andere Buch der Autorin rezensiert, also wenn ihr noch nicht genug habt, dann schaut doch hier einmal vorbei.

Rezension zu „Dry“ von Neal Shusterman und Jarrod Shusterman

Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben.

Text und Bild vom Fischer Verlag

Dieses Buch wurde mir vom Verlag über NetGalley als ebook zur Verfügung gestellt.

Dieses Buch spielt in der Nahen Zukunft in Kalifornien. Der Klimawandel zeigt immer mehr seine Folgen. Schon länger ist das Wasser knapp in der Wüste, doch eines Tages wird es einfach abgedreht. Doch wer hat schon genug Wasser zuhause um Tagelang ohne den die Wasserleitung auszukommen? Und wie soll ein gesamter Staat ohne Wasser auskommen?

Zunächst einmal finde ich diese Idee einfach spannend. Es ist wie eine realistische Dystopie. Es wird ein meiner Meinung nach realistisches Bild gezeigt, was passieren könnte. Wie reagieren die Menschen auf Durst? Wie schnell schafft man es sich auf diese Situation einzustellen und was ist wichtig in einer solchen Krise. Zu Beginn des Buches wird erst einmal gezeigt wie die Bevölkerung mit dieser Krise umgeht und welche Prioritäten gesetzt werden. In der zweiten Hälfte gehen die Autoren, dann genauer auf die Situation und Probleme der Protagonisten ein.

Insgesamt hat das Buch sehr schön gezeigt wie schnell unsere „Menschlichkeit“ kippt, wenn alles den Bach runter geht und wie sehr wir darauf vertrauen, dass trotz Hinweisen auf es schon alles gut werden wird. Ich habe mich gefühlt, als wenn ich selbst mit in dieser Situation gefangen wäre, ich war so durstig beim Lesen. Wenn ich nur darüber nachdenke, werde ich schon wieder durstig.

Geschrieben ist das Buch wunderbar. Ich wusste schon aus den „Scythe“ Büchern, dass Neal Shusterman gut schreiben kann und auch bei diesem Buch hat er wieder bewiesen, dass er es kann. Das Buch hat Spannung gezeigt und an anderen Stellen mehr informiert, es war demnach sehr abwechslungsreich und nie langweilig,

Fazit

Ich bin begeistert von diesem Buch! Es war spannend, es war informativ und ich denke über das Buch nach auch wenn ich es schon längst beendet hatte. Ich habe lange keine so gute Dystopie mehr gelesen.

Meine Bewertung

Rezension zu „Hunger“ von Roxane Gay

HUNGER von Roxane Gay

Sie schreibt die Geschichte ihres Hungers. Sie schreibt die Geschichte ihres Körpers. Es ist keine Geschichte des Triumphs. Es ist die eines Lebens, das in zwei Hälften geteilt ist. Es gibt das Vorher und das Nachher. Bevor sie zunahm und danach. Bevor sie vergewaltigt wurde und danach. Roxane Gay, eine der brillantesten, klügsten und aufregendsten weiblichen Stimmen der USA, erzählt eine Geschichte, die so noch nie geschrieben wurde: schonungslos offen, verstörend ehrlich und entwaffnend zart spricht sie über ihren »wilden und undisziplinierten« Körper, über Schmerz und Angst, über zwanghaftes Verlangen, zerstörende Verleugnung und Scham – „Ich war zerbrochen, und um den Schmerz dieser Zerbrochenheit zu betäuben, aß ich und aß und aß.“

Text und Bild vom btb Verlag

Dieses Buch habe ich über das Bloggerportal von Randomhouse zur Verfügung gestellt bekommen.

Ich muss gleich vorne weg mal sagen, dass ich mich sehr über dieses Buch freue. Es ist mein erstes Sachbuch, dass ich Rezensiere.

Sie schreibt davon wie sich alles geändert hatte, nachdem sie mit 12 vergewaltigt wurde. Wie sie sich mit essen getröstet hat und versucht hat sich ihren Körper so zu gestaltet, dass nie wieder jemand ihr etwas antun würde. Sie sieht ihren Körper als Panzer, den sie nicht anlegen kann. Sie mag ihren Panzer nicht, aber sie hat noch mehr Angst vor dem was passieren könnte, sobald sie sich wieder verwundbar macht. Aber sie schreibt nicht nur wie ihr Körper durch diese Vergewaltigung sich verändert hat. Sie zeigt auch was es mit ihrem Kopf gemacht hat.

Ich bin erstaunt wie offen Roxane Gay mit all dem umgeht was sie in ihrem Leben miterlebt hat. Sie spricht von ihrer Vergewaltigung, von emotionalem Trauma, von ihren Ängsten und von ihren Wünschen. Sie redet darüber, dass sie weiß, dass ihr Gewicht ein Problem ist, doch immer wenn sie beginnt abzunehmen, stellt sie wieder fest, dass es nur eine Auswirkung von ihrem Trauma ist und dass sie um Gewicht zu verlieren sich mit ihrer Vergangenheit aus einander setzen muss.

Außerdem fand ich es sehr interessant davon zu lesen, wie sie sich mit ihrem Gewicht fühlt und wie sie ihre Präsens wahrnimmt und wie sie befürchtet, dass andere sie wahrnehmen. Und ich finde dass ist etwas was uns allen gut tut, darüber zu lesen, wie andere mit ihrem Körper klar kommen und was für eine Geschichte dahinter stecken könnte. Sind wir doch mal ehrlich, kaum jemand ist mit seinem Körper immer zufrieden und tut es nicht auch mal gut zu lesen, dass man nicht allein ist mit seinen Problemen?

Ich bin sehr begeistert, davon, wie das Buch geschrieben ist. Es sind kurze Kapitel, die jeweils eine Geschichte ihrer Vergangenheit erzählt,doch die aufeinander folgenden Kapitel greifen immer wieder auch was aus dem vorherigen Kapiteln auf und bauen auf einander auf. man könnte es so hintereinanderweg lesen. Jedoch habe ich gemerkt. dass es mir nicht gut tut Gedanken von anderen zu lesen, wenn diese gegen sich selbst gehen. In kleineren Dosen ist es für mich aber etwas, was ich gut von mir selbst trennen kann.

Fazit

Ich habe noch nie ein so gutes nonfiction Buch gelesen! Ich will noch mehr von ihr lesen und werde auch in ihre fiktionalen Werke reinschauen. Wenn ihr euch mehr mit Übergewicht und Gründen von Übergewicht beschäftigen wollt, kann ich euch dieses Buch nur empfehlen, aber auch wenn ihr einfach nur neugierig seid auf dieses Buch, weil Emma Watson es in ihrem Buchclub empfiehlt, dann solltet ihr es dennoch lesen.

Meine Bewertung

Rezension zu „Gelobtes Land: Gloov“ von Christine Heimannsberg

Dies ist der zweit Band einer Reihe, zum ersten Band kommt ihr hier.

Lore hat es mit ihrem Bruder Jame, ihrem Freund Jul und Sim ins Gelobte Land geschafft – der Neuen Welt, wie sie hier genannt wird. Und die bietet alles, was nötig ist: Nahrung, Kleidung; selbst technische Errungenschaften haben hier den Vorfall überstanden. Fasziniert begibt sich Lore in die Hände von Flüchtlingshelfern und Therapeuten, während der nun fast dreizehnjährige Jame durch die einheimische Yuna Anschluss an eine Gruppe Gleichaltriger findet und sich zum ersten Mal verliebt. So wie Lore brennt er darauf, sich schnellstmöglich zu integrieren, während Sim und Jul den Fremden skeptisch gegenüberstehen.
Außerhalb des Camps zeichnet sich ein Umbruch in der Neuen Welt ab, in der das geistige Oberhaupt Maklaren Gewaltfreiheit, Polyamorie und gemeinschaftliches Erziehen der Kinder propagiert. Jul erkennt instinktiv die Gefahr, die von dem charismatischen Führer ausgeht und lässt sich von Sisdal für das Oppositions-Lager anwerben. Lore gerät zunehmend zwischen die Fronten. Als Jame durch Yuna in Schwierigkeiten gerät, erfahren die vier, was es in der Neuen Welt heißt, gegen die Regeln zu verstoßen.

Klappentext

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar über NetGalley zur Verfügung gestellt.

Lore hat es endlich geschafft und ist mit ihrer Gruppe endlich ins Gelobte Land gekommen. Sie sind in Sicherheit. Doch die Umstellung auf eine ganz neue Gesellschaft ist schwierig für sie alle. Im gelobten Land dreht sich alles darum, dass die Liebe fließen muss, eine extreme Umstellung von allem was Lore bisher kannte

Zu Beginn des Buches habe ich mich gelangweilt, mich hat das gelobte Land nicht sehr interessiert, alles was passiert ist war vorauszusehen. Erst zur Mitte des Buches hat sich das Blatt gewendet und gezeigt, dass das ganze doch vielschichtiger ist als das Buch zunächst vermuten lässt.

Das ist jetzt auch irgendwie mein Problem, denn die erste Hälfte hat mir nicht gefallen und über die zweite Hälfte kann ich nicht wirklich reden ohne euch zu spoilern. Also was nun? Ich versuche es einfach mal. Ich finde Lore entwickelt sich nicht und obwohl erwähnt wird, dass sie Probleme hat sich dort zurechtzufinden und sie etwas skeptisch ist, hat die Autorin es sich meiner Meinung nach zu einfach gemacht. Lore hätte nach den traumatischen Erlebnissen in ersten band jetzt viel an Tiefe gewinnen können, aber es wird immer nur am Rand erwähnt, dass sie mal einen Albtraum hat. Wo bleibt die Angst vorm Einschlafen, weil man ja wieder einen Albtraum haben könnte, wo sind die Nächte, in denen sie schweißgebadet aufwacht?

Der Schreibstil ist ganz gut. Es ist leicht das Buch zu lesen, aber man fliegt nicht nur so durch das Buch, es ist also durchaus ausbaufähig. Ich würde gerne was richtig positives sagen, aber mir fällt einfach nichts ein, was mir im Kopf geblieben ist dazu.

Fazit

Es war eine gute Fortsetzung zum ersten Band, jedoch nicht für die Charaktere. Die Handlung an sich wurde gut weiter geführt, doch die Charaktere haben in diesem Buch mehr verloren als gewonnen. Wer den ersten Band schon gelesen hat und wissen will wie es weiter geht, kann diesen Band lesen, aber wer diese Bücher noch nicht gelesen hat, braucht damit nicht anfangen.

Meine Bewertung

Rezension zu „Wenn Donner und Licht sich berühren“ von Brittainy C. Cherry

Sich in Jasmine Greene zu verlieben, fühlte sich an wie ein warmer Sommerregen. Leicht und unbeschreiblich schön. Aber als wir uns Jahre später wieder gegenüberstehen, ist von dem Sommerregen nichts mehr übrig. Stattdessen sehe ich in ihren Augen einen tosenden Sturm. Wie lange tobt er schon dort? Wie lange hat er sich schon in ihrer Seele zusammengebraut? Ihr Herz ist für immer gebrochen, und ich hasse mich dafür, dass ich es jetzt erst bemerke – wo es vielleicht schon zu spät ist. 

Text und Bild vom Lyx Verlag

Ich habe dieses Buch vom LYX Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Es war eine Aktion für Blogger, bei der man sich auf ein signiertes Exemplar bewerben konnte.

Triggerwahrnung (Achtung Spoiler!)

In diesem Buch wird Mobbing, Vergewaltigung und Mord behandelt.

In diesem Buch geht es um Jasmine, ihr Traum ist es zu singen. Ihre Mutter tut alles dafür, dass dieser Traum war wird und noch mehr. Eine strenge Diät, Tanzstunden und Castings für Schauspiel. Und natürlich Castings für Bands in der Musikrichtung Pop. Doch Jasmine will kein Pop singen, sie will Soul singen. Elliot ist ein unscheinbarer Junge, in der Schule wird er gemobbt, doch was keiner weiß, ist dass er Samstagsabends auf seinem Saxophon Jazz spielt in der Stadt. Als Jasmin in eines Abends dort spielen sieht ist sie hin und weg.

Wenn ihr einen ersten Eindruck von diesem Buch bekommen wollt, kann ich euch nur die Leseprobe empfehlen, das habe ich auch gemacht und sofort einen guten Einblick auf den Schreibstil bekommen, dieser hatte mich auch überzeugt, dass ich dieses Buch lesen will, da es einfach schon so gut geschrieben ist. Es schafft es sofort mich in das Buch einzusaugen und ich konnte meine Umgebung komplett vergessen. Ich war schnell gefesselt und wollte immer mehr.

Ich habe dieses Buch an einem Tag durch gelesen, mit ein paar Pausen, aber auch nur, weil ich es Ostersonntag gelesen habe und wir an dem Tag Besuch von der Familie hatten. Dieses Buch war ein Segen an dem Tag, denn ich kann in letzter Zeit nicht gut mit Familien Besuch umgehen, also war es wunderbar mich zwischendurch mit dem Buch abzulenken.

Ich liebe diese Handlung, sie erzählt von einer ersten Liebe und der Kraft der Musik. Klingt sehr kitschig und Klischee belastet, ist es aber nicht. Ich meine na klar, einige Dinge sind sehr vorhersehbar, aber der Weg ist das Ziel. Ich liebe sie Charaktere, denn sie zeigen einfach so schön wie sie sich weiter entwickeln. Mir sind die beiden sehr schnell ans Herz gewachsen. Und ich mag es, dass es schwer ist für die Hauptcharaktere, dass sie sich gefunden haben, aber sie sind sich nicht bewusst, wie wertvoll ihre Verbindung ist.

Fazit

Ich bin begeistert von diesem Buch. Es gehört mit zu den besten New Adult Bücher aus dem LYX Verlag, und die haben einige sehr gute Bücher. Es ist ein Buch, dass man liest wenn man gute Laune braucht oder wenn man für ein paar Stunden die Realität vergessen will. Für alle New Adult Fans ein Muss!

Meine Bewertung

Game of Libraries – Ein Tag als FaMI in der Öffentlichen Bibliothek

Im Rahmen der Game of Libraries Reihe möchte ich euch heute meine Arbeit vorstellen, mehr zu der Game of Libraries Reihe findet ihr hier.

Wie einige von euch vielleicht wissen, mache ich momentan ein Ausbildung in einer Bibliothek. In einer kleinen öffentlichen Bibliothek mitten in Ostfriesland. Das klingt zunächst nicht nach einem interessanten und abwechslungsreichen Job, besonders wenn einem dann auch noch einfällt, dass das öffentlicher Dienst ist. Aber deshalb bin ich hier, um euch davon zu berichten was ich den ganzen Tag auf der Arbeit so mache. Einfach um euch den Beruf zu zeigen und einen Einblick hinter den Kulissen zu geben.

Zwei Mal die Woche gehe ich zur Berufsschule nach Bremen, da es keine andere Berufsschule in der Nähe gibt. Für mich heißt das Pendeln mit der Deutschen Bahn, aber das ist ein ganz anderes Thema, denn wenn ich anfange über die ganzen Baustellen zu berichten, dann ist das kein Buchblog mehr. Auch will ich über die Berufsschule hier nicht all zu viel sagen und mehr darüber reden, was ich als Azubi im ersten Jahr so alles mache.

Für all die diejenigen unter euch, die entweder diese Ausbildung schon genossen haben oder sie noch genießen oder überlegen diese Ausbildung zu starten, in jeder Bibliothek läuft dein Alltag anders ab, jeder Betrieb entscheidet selbst, wann du was lernen sollst, also kann ich nur davon berichten, wie es in meiner Bibliothek abläuft.

Wir haben in unserer Bibliothek Gleitzeit mit einer Kernzeit von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr, nur Mittwochs und Freitags dürfen wir schon eher gehen. Das ganze hängt mit unseren Öffnungszeiten zusammen und der Tradition in meinem Betrieb, dass wir uns vormittags noch einmal alle zusammen setzen, Tee trinken und ein paar wichtige Dinge durchsprechen, wie anstehende Termine, wichtige Informationen aus der Branche oder Kulturelle Ereignisse in der Umgebung. außerdem haben wir noch einen Thekenplan, wo für alle FaMIs (mehr zu FaMIs in Veras Beitrag) festgelegt wird, wer wann an die Ausleihtheke muss. Aber abgesehen davon kann jeder kommen und gehen wann er will, solange er seine Stunden voll kriegt und die Arbeit erledigt wird.

Fangen wie mit Montag an, es ist mein längster Tag dort. Ich komme meistens so zwischen halb und viertel vor Neun und mein erster Gang ist, wie bei allen anderen auch, zum PC um sich im Zeiterfassungssystem anzumelden. Deshalb ist immer ein PC an der Ausleihtheke an, damit alle sich schnell anmelden können ohne das jeder erst seinen eigenen PC starten muss. An diesem PC muss ich außerdem die Benutzerdaten für die Onleihe hochladen, ein weiteres Programm starten von dem ich nicht ganz sicher bin was es tut, aber es hat irgendwas mit unserer Ausleihsoftware zu tun, und dann noch ein Programm für die Statistik starten.

Unsere höhenverstellbare Ausleihtheke mit fast leeren Buchwagen im Hintergrund

Der nächste große Punkt ist die Rückgabekästen zurückzubuchen. Du fragst dich jetzt vielleicht wie das gemeint ist. Wir haben bei den zwei größten Einkaufsläden Rückgabekästen stehen, deren Inhalt wird uns von Montag bis Freitag gebracht. Also stehen jeden morgen 1-7 Kästen auf und vor der Ausleihtheke, in diesen Kisten sind Bücher, Hörbücher, Filme, Musik-CDs und Zeitschriften. Die Kisten müssen von mir ausgepackt werden, bei den Hörbüchern, CDs und Filmen noch kontrolliert werden ob auch alles dabei ist und dann muss von jedem einzelnen Medium der Barcode eingescannt werden. Montags haben wir die meisten Kästen, oft sind 5 oder 6 Stück. Da brauche ich dann ungefähr 30 Minuten für, je nachdem wie viele CDs drin sind, denn die dauern am längsten.

Als nächstes müssen die zurückgebenden Bücher vorsortiert werden, damit wir sie wieder einstellen können. Dafür unterteilen wir die Bücher in drei Hauptgruppen (Romane, Sachbücher und Kinder/Jugendbücher), erkennen kann man das an den unterschiedlichen Signaturen, die sind für die Jubü grün, Romane rot und Sachbücher blau. Dann werden die Bücher einmal grob durchgeblättert um zu sehen ob noch Lesezeichen drin liegen und den Zustand der Bücher zu kontrollieren. Wenn auch das alles erfolgreich überstanden ist werden die Bücher auf einem Buchwagen vorsortiert. Das ganze passiert dann nach Interessenkreis und den Signaturen. Dazu wird es später noch einmal einen Beitrag geben, also gehe ich hier jetzt nicht ins Detail. Wichtig ist hierbei nur darauf zu achten was der Zugangsstempel im Inneren sagt, denn die neueren Bücher werden bei uns extra ausgestellt, da diese auch besser ausgeliehen werden. Und dann wenn das alles geschafft ist, wird endlich eingestellt. Der Buchwagen wird also durch die Gänge geschoben und jeder geht durch seine eigene Abteilung, also einer stellt die Romane ein, einer Kinderbücher und einer die Sachbücher. Ich habe schon in allen Abteilungen eingestellt. Mit den Romanen habe ich angefangen, Kinderbücher muss man zwischendurch mal wenn unsere FSJ nicht da ist, also habe ich das auch früh gelernt, und im Januar habe ich dann mit Sachbüchern angefangen. Jede Abteilung hat so seine Vor- und Nachteile. Sachbücher dauert ewig, bei den Romanen hat man nie genug Platz und Kinderbücher sind einfach so viele, aber überall finde ich ständig Bücher, die auf meiner „Lese-ich-irgendwann“ Liste landen. Insgesamt dauert Vorsortieren und einstellen bei Sachbüchern 1 bis 1 1/2 Stunden

Ein Buchwagen voller Sachbücher, die an einem Tag zurückgekommen sind.

Bevor wir öffnen muss immer der „neuste“ Azubi den Rundgang machen um die Bibliothek vorzubereiten. Das dauert nur 15 Minuten, aber ist auf Dauer etwas nervig, da man ständig im Blick haben wann man losgehen muss. Ich starte den Rundgang immer damit die Internetplätze für die Nutzer hochzufahren, dann werden im Sommer die Gartenmöbel auf der Terasse aufgebaut. Tische werden kontrolliert ob überall genug Zettel und Kugelschreiber liegen, Licht wird angeschaltet, der Anrufbeantworter wird spätestens jetzt abgehört, Bücher aus dem Rückgabekasten im Café nebenan geholt und dann geht es an die Vorbereitung der Ausleihtheke. Die Kasse wird angeschaltet und das Fach mit dem Geld eingelegt, das EC-Gerät und der Entsicherer für die CD-Hüllen raus gestellt. Der Fernseher mit unserer Werbung wird angestellt und auf Diashow geschaltet. Der Kopierer vorne wird angestellt und die Quittungsdrucker auch. Montags gehe ich dann auch noch einmal rum, um die Blumen zu gießen, weil irgendjemand auf die Idee gekommen ist, dass Azubis bestimmt immer einen grünen Daumen haben. Ich wundere mich immer wieder das die Pflanzen noch nicht tot sind.

Ein Teil der Erwachsenbücher im Erdgeschoss

Um den Rundgang zu machen, unterbreche ich Montags immer das einstellen, auch wenn ich es nervig finde einstellen zu müssen, wenn Nutzer in der Bibliothek sind, aber da ich auch nicht früher kommen will, muss ich das wohl aushalten.

Wenn ich dann mit allen vorherigen Aufgaben fertig bin muss ich manchmal noch zur Bank um Geld einzuzahlen und zu Post um Fernleihen wegzubringen. Das ist immer schnell erledigt und ich freue mich immer wieder über den kleinen Spaziergang durch die Altstadt.

Die Zeitschriften und Leseecke

Dann kommen wird endlich zu den Interessanteren aufgaben, die ich habe. Inventarisieren oder auch Unboxing. Jede Woche packe ich haufenweise Pakete voll mit Büchern aus. Diese müssen in unserem System als geliefert gekennzeichnet werden, doch dafür muss ich vorher all die Bestellungen, die meine Kollegen machen in das System eingeben. Es ist ganz interessant zu sehen was alles so bestellt wird, aber es wäre bestimmt noch besser, wenn ich selber Bücher bestellen dürfte. Jedenfalls müssen alle Bücher, die in die Bibliothek sollen, an mir vorbei, damit ich sie Stempeln und mit einem Barcode versehen kann.

Nachdem die Bücher inventarisiert wurden, werde sie an die zuständigen Azubis und der FSJ verteilt, die die Bücher einarbeiten. Romane gehen an mich, Sachbücher ans zweite Lehrjahr und Kinderbücher ans dritte und die FSJlerin. Beim Einarbeiten werden alle Bücher in unseren Katalog eingegeben, häufig mit vorgefertigten Datensätzen, die mit dem Buch zusammen erworben wurden, und dann muss das Buch noch beklebt werden, damit hinterher auch alle wissen wo das Buch hingehört.

Die Kaffeemaschine gehört zu unseren wichtigsten Mitarbeitern

Dann kommen wir zu meiner Liebsten Tätigkeit in der Bibliothek: der Thekendienst. Montags sitze ich 3 Stunden mit einer Kollegin an der Theke. Wir nehmen Bücher zurück und geben neue aus. Außerdem verkaufen wir noch Karten für Veranstaltungen. Ich finde diesen Part besonders gut, da mir der Kontakt zu den Nutzern gefällt, der bietet Abwechslung und mal ganz ehrlich, wen freut nicht ein kleines Kind, dass sich gerade so sehr auf das Buch freut, das es sich ausgesucht hat, dass es das Buch gar nicht mehr hergeben mag?

Zu guter Letzt muss auch vorm Schließen noch ein Rundgang gemacht werden. Die benutzen Tassen von unserem Kaffee Automaten müssen in die Spülmaschine, die Nutzer müssen freundlich raus befördert werde, Fenster geschlossen, Lichter ausgemacht, PCs heruntergefahren, Büros aufgeschlossen,und Außentüren abgeschlossen werden, nicht zu vergessen die Reservierungsbenachrichtigungen abgeschickt und Vorhänge geschlossen werden. Und wenn dann alle das Gebäude verlassen, die Angestellten sich in der Zeiterfassung abgemeldet haben und das Licht gelöscht wurde. Wird die Bibliothek abgeschlossen und die Alarmanlage eingeschaltet. So ist die Bibliothek dann um 10 nach 6 Menschenleer.

Ein Highlight unserer Kinder- und Jugendbibliothek, das Schiff Wilhelmina

Den Dienstag verbringe ich außerhalb der Ferien immer in der Berufsschule und habe von dem Tag daher nicht so viel zu berichten. Der Mittwoch dagegen wird interessanter, da ich dann wieder in der Bibliothek bin.

Auch Mittwochs startet mein Tag mit den Rückgabekästen. Nachdem zurückbuchen sortieren ich dann meist die Sachbücher schon vor. Da wird Mittwochs schon eine Stunde früher öffnen, komme ich nicht zum Einstellen der Sachbücher. Zwischen Neun und Zehn bin ich mit Tee kochen und der Vorbereitung der Bibliothek für die Öffnungszeiten beschäftigt. An die Theke gehe ich meistens von 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr. Dann setze ich meistens für 1 1/2 Stunden ins Büro um Pakete zu Öffnen oder Romane einzuarbeiten. Um 13:00 Uhr schließen wir schon wieder und ich gehe mit einer Kollegin zusammen die SAchbücher und Romane einstellen, um kurz nach zwei sind wir meistens fertig und können dann nach Hause gehen.

Donnerstags ist nicht immer ganz so strukturiert, da ich meistens dann die Aufgaben mache, die noch so angefallen sind über die Woche. Aber natürlich beginnt mein Morgen wieder mit ein bis drei Kisten aus den Rückgabeboxen. Ich muss jedoch nicht einstellen und kann sofort ins Büro gehen. Dort werden dann Daten in unseren Katalog eingespielt, Bücher bearbeitet und Pakete ausgepackt. Eine Besonderheit ist, dass ich Donnerstags immer die Mahnungen mache. Dafür erstellt mir unsere Software alle Mahnungen und ich muss einfach nur alle kontrollieren, auf denen nur ein Medium steht.

Auch im Keller stehen noch mehr Bücher und kann auf Anfrage ausgeliehen werden.

Es gibt natürlich noch so kleine Aufgabe, die aber einfach nicht so regelmäßig statt finden, wie Bücher in den Keller bringen, ein Dienstgang ins Rathaus oder Dienstbesprechungen, dass ich darauf nicht eingehe, aber vielleicht kommt da noch mal was zu.

Ich hoffe ihr seit jetzt nicht erschlagen und lest dennoch irgendwann mal wieder einen Beitrag von mir.

Gelesen im April 2019

Okay zuerst ein kurze Vorwarnung, ich habe eine Menge gelesen. Also wirklich, eine Menge, dennoch habe ich das Gefühl zu wenig gelesen zu haben, nur damit ihr es wisst, egal ob ich 1 Buch oder 30 Bücher liest, ich habe ständig das Gefühl, dass ich mehr lesen müsste.

Aber ich habe diesen Monat einige gute Bücher gelesen, hier erst einmal die Liste unten findet ihr dann noch ein paar Empfehlungen von mir.

  1. „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ von Walter Moers
  2. „Eine Hand voll Sterne“ von Rafik Schami
  3. „We are okay“ von Nina LaCour
  4. „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ von Ava Reed
  5. „Morgen irgendwo am Meer“ von Adriana Popescu
  6. „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery
  7. „Saga 1“ von Brian K. Vaughan
  8. „Das Biest in ihm“ von Serena Valentino
  9. „Trust again“ von Mona Kasten
  10. „Vier Farben der Magie“ von V. E. Schwab
  11. „P. S. I still love you“ von Jenny Han
  12. „Ensel und Krete“ von Walter Moers
  13. „The boy who steals houses“ von C. G. Drews
  14. „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende
  15. „Fangirl auf Umwegen“ von Amelie Murmann
  16. „Sadie“ von Courtney Summers
  17. „Wenn Donner und Licht sich berühren“ von Brittany C. Cherry
    (Rezensionsexemplar)
  18. „To best the boys“ von Mary Weber
  19. „Hunger“ von Roxane Gay (Rezensionsexemplar)
  20. „Now and Forever – Mein größter Wunsch bist du“ von Geneva Lee
  21. „The Ivy Years – Was Wir uns bedeuten“ von Sarina Bowen

Comic:

  1. Batman 25

Ich bin jedes Mal wieder überrascht, wenn der Monat zu Ende ist und meine Beitrag zu meinen gelesenen Bücher fällig ist. Gestern hatte ich dann festgestellt, dass ich 18 Bücher gelesen hatte und da konnte ich nicht widerstehen und musste noch zwei Kurzgeschichten lesen, damit ich auf 20 Bücher komme. Heute morgen habe ich dann festgestellt, dass ich ein Buch in der Liste vergessen hatte, also sind wir nun bei 21 Büchern und ein Comic.

Für alle Harry Potter Fans kann ich euch nur „Fangirl auf Umwegen“ von Amelie Murmann empfehlen. Es ist voll mit Harry Potter und einer süßen Liebesgeschichte, außerdem ist es nur 200 Seiten lang. Leider gibt es das Buch nur als ebook, ich habe es in der Onleihe meiner Bibliothek gelesen und es an einem Abend verschlungen.

„Now and Forever – Mein größter Wunsch bist du“ von Geneva Lee und „The Ivy Years – Was Wir uns bedeuten“ von Sarina Bowen sind zwei Kurzgeschichten zu zwei tollen Reihen. Gerade die Kurzgeschichte zu „The Ivy Years“ fand ich sehr schön, da sie auch für sich alleine stehen kann.

„Trust again“ war einfach super, der Schreibstil hat mir gefallen und die Handlung war interessant. Ich bin schon sehr gespannt darauf den nächsten Band zu lesen, weil so viele sagen, dass der 3. Band der beste bisher ist.

Ich denke, wenn ich zu jedem einzelnen Buch was sage, sprengt das den Rahmen, aber für Vorschläge zu welchen Büchern ihr noch Rezensionen möchtet, bin ich offen. Insgesamt bin ich zufrieden mit meinem Lesemonat, solange ich nicht auf meinen SuB schaue.