Rezension zu „Bad Feminst“von Roxane Gay

Leider liebt sie Rapmusik, das Frauenbild: grauenvoll. Leider liest sie sehr gerne Fashion-Magazine, das Frauenbild: ebenfalls erschreckend. Und ihre Lieblingsfarbe ist leider: pink. In einer Zeit, in der Barack Obama sich als Feminist bezeichnet und sogar Modeimperien den Schriftzug in großer Zahl auf T-Shirts drucken, wahrscheinlich keine gute Idee. Feminismus ist chic geworden und angekommen in der Popkultur. Aber was kann guter Feminismus heute wirklich sein? In ihrem hochgelobten Essayband sprengt Roxane Gay das ideologische Korsett eines guten und starren Feminismus und erklärt sich selbst ironisch zum Bad Feminist – stimmgewaltig, bestechend klug und fern jeder Ideologie unterzieht sie unsere Gegenwart einer kritischen Analyse und zeigt, wie man alles auf einmal sein kann: eine der bedeutendsten Feministinnen der Gegenwart und dabei definitiv nicht perfekt.

Text und Cover vom btb Verlag

Dies ist ein Rezensionsexemplar vom btb Verlag.

Nachdem mir „Hunger“ von ihr so gut gefallen hat, war klar, dass ich „Bad Feminist“ auch anfragen musste. Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen. Das erklärt auch warum ich zunächst enttäuscht war. Es hat bestimmt eine Woche gedauert bis ich die ersten 100 Seiten geschafft habe. Bei Hunger habe ich das an einem Abend gelesen.

Wichtig zu wissen ist auch noch das die Autorin hier von ihrer persönlichen Sicht auf Dinge spricht und deshalb legt sie einen sehr starken Fokus auf People of Colour. Aber das hat mir einiges gezeigt, auf das ich bisher noch nicht geachtet hat. Auch hat dieses Buch mir die Definition von Feminismus noch einmal näher gebracht. Denn auch wenn Feminismus als Frauenbewegung gestartet hat, es geht heutzutage um Gleichberechtigung für alle. Egal wer sie sind, woher sie kommen oder wohin sie gehen.

Sie beschreibt Probleme der Politik, wie zum Beispiel Abtreibung, sie beschreibt wie Diversität in den Medien (nicht) umgesetzt wird. Sie umfasst ein sehr weites Spektrum an Themen und man erkennt immer noch den roten Faden, ihre eigenen Erfahrungen.

Zur Aufmachung des Buches stört mich, dass es als Taschenbuch erschienen ist und „Hunger“ im Hardcover. Beider haben ein ähnliches Cover, ähnlichen Buchrücken und sie würden wunderbar nebeneinander aussehen, wenn sie entweder beide im Taschenbuch oder beide als Hardcover erschienen wären.

Mein Fazit

Gehöre ich auch zu denen, die das Buch in den Himmel loben? Nein. Es ist ein gutes Buch zu einem wichtigen Thema, aber ich bin mir sicher es gibt wichtigere. Ich empfand es als sehr anstrengend dieses Buch zu lesen und habe so nicht wirklich rein gefunden. Es ist immer noch eine Sammlung von Essays und irgendwie bin ich damit so nicht warm geworden. Ich werde das Buch nicht noch einmal lesen.

ich werde das ganze nicht bewerten, weil ich einfach nicht weiß wie. Wenn ihr überlegt das Buch zu lesen, dann lest auf jeden Fall die Leseprobe um einen ersten Eindruck zu erhalten.

Rezension zu „Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte“ von Anne Freytag

Rosa und Frank begegnen sich am anderen Ende der Welt. Durch Zufall oder weil es so sein soll. Sie sind sich ähnlich und doch grundverschieden – Rosa widersprüchlich, Frank ruhig. Zusammen sind sie nicht nur weniger allein, sondern ziemlich nah dran an vollständig. Sie beschließen, gemeinsam weiterzureisen und einen alten Camper zu kaufen. Doch dann taucht unerwartet Franks bester Freund David auf, und mit ihm ändert sich alles. Sind drei einer zu viel oder hat genau er noch gefehlt? Diese Frage stellt sich immer wieder, während sie zu dritt Tausende Kilometer durch Australiens unendliche Weite fahren, vor ihnen nur der Horizont, über ihnen nichts als Himmel und zwischen ihnen mehr, als Worte je beschreiben könnten.

Text und Cover vom Heyne fliegt Verlag

Rosa und Frank treffen sich in Australien, beide hatten nicht vor alleine zu reisen, aber Life happens. Die beiden verstehen sich sofort und spüren, dass das mit den beiden was besonderes ist. Sie beschließen zusammen zu reisen um weniger allein zu sein. Doch als dann Franks Kumpel David doch noch nachkommt, wird alles kompliziert.

Ich muss gestehen, dass ich lange nicht genau verstanden habe um was es in diesem Buch wirklich geht. Richtig klar wurde mir dies erst im letzten Kapitel und das ist ziemlich spät. Es it schließlich ein Coming of Age Jugendbuch und muss auch nicht so genau festlegen, was die Handlung ist, denn die Charaktere wissen auch nicht was dieses Reise für sie bereit hält.

Ich habe das Buch genossen, es war als wenn ich mit den drein durch Australien fahren würde. Wie ein Beobachter, der Gedanken lesen kann. Ich fand die Art wie das Buch das ganze erzählt sehr spannend. Es waren immer kurze Kapitel meist zwei oder drei Seiten lang, selten länger. Man erlebt die Situationen aus den verschiedensten Sichtweisen und fühlt mit.

Etwas das viele an diesem Buch stören wird ist das Liebesdreieck. Aber ich vertrete hier mal die unpopuläre Meinung, das dieses Liebesdreieck ziemlich gut ausgeführt ist! Ich kann mich nicht entscheiden, wenn ich von denen zusammen sehen will. Ich hab die ganze Zeit über gehofft, dass niemand „gewinnt“, denn ich kann den Gedanken nicht ertragen, dass einer von denen verschmäht wird.

Ich habe nicht erwartet, dass man in einem Jugendbuch so offen mit Sexualität umgeht. Aber an sich ist dieser Umgang richtig. Es ist wichtig, dass gezeigt wird, dass dies kein Thema ist zu dem man sich schämen muss. Wenn man so darüber nachdenkt, wünsche ich mir das es häufiger in Büchern angesprochen wird. Jedoch finde ich hat auch hier ein bisschen mehr Klarheit gewünscht.

Außerdem hat mich das letzte Kapitel überrascht, denn es lässt mich vermuten, dass das ganze Autobiographisch ist. Naja zumindest ein Teil davon. Ich würde gerne mehr davon wissen, aber ich habe nichts dazu gefunden.

Mein Fazit

Dieses Buch ist einfach toll zu lesen. Ich habe es sehr gerne gelesen und die Seiten flogen nur so dahin. Ich hatte das Gefühl mit den drein in Australien zu sein. Ich habe mich sehr lange auf dieses Buch gefreut und es hat mich nicht enttäuscht!

Meine Bewertung

Rezension zu „Ruin and Rising“ von Leigh Bardugo

Dies ist der dritte Band der Grisha Reihe, die Links zu den Rezensionen findet ihr hier zum ersten Band und hier zum Zweiten.

Soldier. Summoner. Saint.

The nation’s fate rests with a broken Sun Summoner, a disgraced tracker, and the shattered remnants of a once-great magical army.
The Darkling rules from his shadow throne while a weakened Alina Starkov recovers from their battle under the dubious protection of the zealots who worship her as a Saint. Now her hopes lie with the magic of a long-vanished ancient creature and the chance that an outlaw prince still survives.
As her allies and enemies race toward war, only Alina stands between her country and a rising tide of darkness that could destroy the world. To win this fight, she must seize a legend’s power but claiming the firebird may be her ruin.

Ich habe die Reihe beendet! Ich kann es kaum glauben, die letzten beiden Bände habe ich in einer Woche gelesen und Rezensiert. Nicht nur fühlt es sich gut an eine Reihe abzuschließen, ich habe auch zwei Bücher wenuger auf meinem SuB!!

In diesem Buch gehen wir mit Alina auf den letzten Teil ihrer Reise, jetzt braucht sie den Feuervogel um auch durch seine Macht endlich den Darkling zu besiegen und Ravka zu retten. Mittlerweile wissen alle von ihrer Macht und das sie die Möglichkeit ist den Darkling zu besiegen. Das Volk erhebt sie zur Heiligen, Sankta Alina. Doch sie weiß, dass all das einen Preis hat und sie noch nicht bereit ist ihn zu zahlen.

Der zweite Band hat meine Vorfreude auf diesen Band etwas gedämpft. Ich hatte die Befürchtung, dass dieser Band sich wieder ziehen wird und das ich mit den Englischen Probleme bekomme. Aber meine Sorgen waren zum größten Teil unbegründet. Ich konnte mit dem Englischen ohne Probleme mithalten und es fiel mir besonders in der ersten Hälfte sehr leicht in dieses Buch einzutauchen. lediglich zum Schluss hatte ich das Problem wieder, dass sich alles etwas gezogen hat, was mich sehr überrascht hat, weil eigentlich sollte zum Ende der Reihe doch alles zusammenkommen und der größte Konflikt gelöst werden.

Ein wichtiger Punkt in diesem Band war natürlich das Ende. Und ich kann euch nur sagen, Leigh Bardugo hat genau das Ende rausgesucht, dass ich mir gehofft habe und es mit noch ein paar Details versüßt. Ich hatte so viele Möglichkeit im Kopf, so viel was passieren konnte und mit dem ich nicht glücklich geworden wäre. Aber sie hat es geschafft. Dafür auf jeden Fall ein großes Dankeschön, dass ich die Reihe glücklich und zufrieden Abschließen konnte.

Von der Handlung insgesamt war in diesem Buch interessanter als im vorherigen, jedoch fand ich das ganze etwas vorhersehbar. Ich meine natürlich all das wurde im letzten Band geplant, aber auch ein paar der Überraschungen, waren nicht überraschend. Dennoch war es insgesamt zum groß Teil in sich schlüssig, mich stört nur eine Kleinigkeit, über die ich nicht zu viel sagen kann, weil sie zum Schluss passiert und ich euch spoiler und das will ich nicht.

Die Reihe an sich habe ich nur gelesen um mit der „Six of Crows“-Reihe weiter zu machen und bin gespannt ob es sich gelohnt hat. Also an sich war die Reihe gut und ich freue mich sie gelesen zu haben, aber nun bin ich gespannt ob die Nachfolgenden Bücher mir gefallen werde.

Fazit

Mir hat das Buch besser gefallen als seine Vorgänger und im großen und ganzen bin ich zufrieden mit der Handlung. Es war einfach durch das Buch zu fliegen, auch wenn es an einer Stelle geharkt hat, hatte ich einen ziemlich guten Lesefluss und habe es innerhalb von zwei Tagen beendet. Für Fantasy Fans ist dieses Buch zu empfehlen, aber den Hype um die ganze Sache habe ich noch nicht verstanden.

Meine Bewertung

Das Buch

Autor: Leigh Bardugo

Originalsprache: Englisch

Erscheinungsdatum Erstausgabe: 2014

Verlag : Square Fish

ISBN: 978-1-250-06316-8

Seitenanzahl im Taschenbuch: 420

Rezension zu „Up all Night“ von April Dawson

Diese Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt.

In diesem Buch geht es um Taylor, die gerade ihren Job verloren hat, von ihrem Freund betrogen wurde, aus der gemeinsamen Wohnung geflüchtet ist und ihr Auto wurde vor ihren Augen geklaut. Doch sie hat Glück im Unglück. Denn sie begegnet Daniel, ihrem besten Freund aus ihrer Kindheit und kann bei ihm und seine Schwester einziehen. Doch was sie nicht ahnt ist, das Daniel schon seit Jahren auf sie steht.

Eigentlich wissen jetzt alle wie dieses Buch verlaufen wird, oder haben einige noch nicht die Klischees erkannt? Wenn nicht, dann lies meine Zusammenfassung noch einmal. Aber ich gehe mal davon aus, dass du eigentlich sogar Interesse an dem Buch hast, denn warum solltest du sonst diese Rezension lesen? Die große Frage bei diesem Buch ist also nicht was passiert, sondern lohnt es sich dieses Buch zu lesen obwohl ich weiß was passiert.

Joa, kann man lesen.

Wie noch mehr? Also gut.

Ich hatte viel Spaß beim Lesen. Es war ein lockerer leichter Liebesroman, der echt gut dafür ist um den Kopf leer zu kriegen. Ich liebe das Apartment in dem unsere Hauptcharaktere leben und lesen. Sie haben einen Wintergarten, der wie die reinste Oasen mit fantastischen Ausblick beschrieben wird und ich würde viel dafür tun um dort jeden Tag lesen zu können.

Und auch wenn mir von Anfang an klar war, wie dieses Buch enden wird, hat die Autorin es geschafft Spannung in das Ganze einzubauen! Ich wollte unbedingt wissen, wie sich das große Problem aufklärt und wie sie darauf reagieren wird. Leider wurde mir die Auflösung auf den letzten Seiten zu schnell aufgeklärt, ich hätte mir gewünscht, dass sie etwas mehr miteinander geredet hätten nachdem alles wichtige aufgedeckt wurde. Schließlich haben 250 Seiten lang auch nur geredet.

Was mir zum Schluss auch gefehlt hat war die Spannung zwischen den beiden. Gerade, weil sie nur miteinander geschrieben haben, fehlte mir die nonverbale Kommunikation in dem Buch, was eine Menge ausmachen kann. Es gab ein wenig Diversität unter den Charakteren, jedoch sehe ich mich nicht in der Position das zu beurteilen, deshalb freue ich mich darüber das sie da ist, doch ich habe keine Ahnung ob sie gut ausgeführt wurde.

Abgesehen davon bin ich ganz zufrieden mit dem Buch, es war von Anfang an leicht sich darin zu verlieren. Sie hat einen wunderbaren Schreibstil, den ich gerne weiterverfolge. Der zweite Band in dieser Reihe wird es um einen Hauptnebencharakter gehen und ich freue mich schon sehr mehr von ihr zu lesen.

Fazit

Es war ein gutes Buch für zwischendurch. Perfekt um auf den Zug zu warten, denn man kann jeder Zeit aufhören und wieder anfangen es zu lesen. Die Autorin hat hier ein wirklich gutes Buch geschrieben und ich hätte mich gefreut, wenn es noch länger gewesen wäre.

Meine Bewertung

Rezension zu „Es muss ja nicht perfekt sein“ von Krystal Sutherland

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar von cbj über das Bloggerportal zur Verfügung gestellt.

Esthers Familie leidet unter einem Fluch. Jeder in ihrer Familie wir an seiner größten Angst sterben. Doch Ester weiß noch nicht was ihre größte Angst ist deshalb hat sie eine Liste mit 50 Dingen, die dafür in Frage kommen. Diese Dinge umgeht sie einfach, so kann sie auch nicht dem Fluch zum Opfer fallen, doch eines Tages begegnet sie Jonah wieder. Ihrem Schwarm aus der Grundschule und gemeinsam beschließen sie den Fluch zu brechen und ihre Ängste zu besiegen.

In diesem Buch geht es um so viel mehr als darum sich seinen Ängsten zu stellen. Es geht um die Liebe und wie nicht jeder diese Liebe ausdrücken kann. Es geht darum erwachsen zu werden und zu erkennen, dass seine Familie nicht perfekt ist. Aber das wichtigste Thema in diesem Buch sind psychische Erkrankungen. Diese sind am Anfang des Buches nicht unbedingt ersichtlich, aber sie spielen eine große Rolle im Leben der Figuren.

Ich mag den Aufbau des Buches sehr. Es fängt mit einer sehr leichten und einfachen Geschichte an, die sich zuerst wie die typische Liebes/Coming of age Geschichte anfühlt. Doch mit jedem Kapitel erhält dieses Buch mehr Tiefe und die Handlung wird komplexer. Gerade auf den letzten Seiten wo alles an seinen rechten Platz fällt, kann man all die Zusammenhänge sehen. Ich meine klar, es ist das Ende des Buches, was erwartet man sonst. Aber ich meine eher man schaut auf das Buch zurück und erkennt wie diese Kleinigkeit, die man erst zum Schluss erfährt schon die ganze Zeit über angedeutet wurde, mal mehr oder weniger Offensichtlich.

Krystal Sutherland hat dieses Buch einfach so gut geschrieben. Es gibt Metapher, es gibt Tiefe und dennoch ist dieses Buch für Jugendlich ausgelegt. Es werden einige schwierige Themen angesprochen und dennoch fühlt sich das Buch leicht an. Also eigentlich kann man dazu nur sagen, dass diese Frau schreiben kann und das nicht gerade schlecht.

Fazit

Ich bin begeistert von diesem absolut leichten Buch über untragbar schwere Themen. Ich kann nicht begreifen wie ein Mensch so schreiben kann. Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, der auch nur irgendwie Jugendbücher mag. Lest dieses Buch, freut euch über dieses Buch und dann denkt darüber nach. Viele menthal health Bücher lassen einen irgendwie angeschlagen zurück, aber das nicht und das macht es so gut. „Es muss ja nicht perfekt sein“ ist für mich perfekt.

Meine Bewertung

Ich habe auch das andere Buch der Autorin rezensiert, also wenn ihr noch nicht genug habt, dann schaut doch hier einmal vorbei.

Rezension zu „Hunger“ von Roxane Gay

HUNGER von Roxane Gay

Sie schreibt die Geschichte ihres Hungers. Sie schreibt die Geschichte ihres Körpers. Es ist keine Geschichte des Triumphs. Es ist die eines Lebens, das in zwei Hälften geteilt ist. Es gibt das Vorher und das Nachher. Bevor sie zunahm und danach. Bevor sie vergewaltigt wurde und danach. Roxane Gay, eine der brillantesten, klügsten und aufregendsten weiblichen Stimmen der USA, erzählt eine Geschichte, die so noch nie geschrieben wurde: schonungslos offen, verstörend ehrlich und entwaffnend zart spricht sie über ihren »wilden und undisziplinierten« Körper, über Schmerz und Angst, über zwanghaftes Verlangen, zerstörende Verleugnung und Scham – „Ich war zerbrochen, und um den Schmerz dieser Zerbrochenheit zu betäuben, aß ich und aß und aß.“

Text und Bild vom btb Verlag

Dieses Buch habe ich über das Bloggerportal von Randomhouse zur Verfügung gestellt bekommen.

Ich muss gleich vorne weg mal sagen, dass ich mich sehr über dieses Buch freue. Es ist mein erstes Sachbuch, dass ich Rezensiere.

Sie schreibt davon wie sich alles geändert hatte, nachdem sie mit 12 vergewaltigt wurde. Wie sie sich mit essen getröstet hat und versucht hat sich ihren Körper so zu gestaltet, dass nie wieder jemand ihr etwas antun würde. Sie sieht ihren Körper als Panzer, den sie nicht anlegen kann. Sie mag ihren Panzer nicht, aber sie hat noch mehr Angst vor dem was passieren könnte, sobald sie sich wieder verwundbar macht. Aber sie schreibt nicht nur wie ihr Körper durch diese Vergewaltigung sich verändert hat. Sie zeigt auch was es mit ihrem Kopf gemacht hat.

Ich bin erstaunt wie offen Roxane Gay mit all dem umgeht was sie in ihrem Leben miterlebt hat. Sie spricht von ihrer Vergewaltigung, von emotionalem Trauma, von ihren Ängsten und von ihren Wünschen. Sie redet darüber, dass sie weiß, dass ihr Gewicht ein Problem ist, doch immer wenn sie beginnt abzunehmen, stellt sie wieder fest, dass es nur eine Auswirkung von ihrem Trauma ist und dass sie um Gewicht zu verlieren sich mit ihrer Vergangenheit aus einander setzen muss.

Außerdem fand ich es sehr interessant davon zu lesen, wie sie sich mit ihrem Gewicht fühlt und wie sie ihre Präsens wahrnimmt und wie sie befürchtet, dass andere sie wahrnehmen. Und ich finde dass ist etwas was uns allen gut tut, darüber zu lesen, wie andere mit ihrem Körper klar kommen und was für eine Geschichte dahinter stecken könnte. Sind wir doch mal ehrlich, kaum jemand ist mit seinem Körper immer zufrieden und tut es nicht auch mal gut zu lesen, dass man nicht allein ist mit seinen Problemen?

Ich bin sehr begeistert, davon, wie das Buch geschrieben ist. Es sind kurze Kapitel, die jeweils eine Geschichte ihrer Vergangenheit erzählt,doch die aufeinander folgenden Kapitel greifen immer wieder auch was aus dem vorherigen Kapiteln auf und bauen auf einander auf. man könnte es so hintereinanderweg lesen. Jedoch habe ich gemerkt. dass es mir nicht gut tut Gedanken von anderen zu lesen, wenn diese gegen sich selbst gehen. In kleineren Dosen ist es für mich aber etwas, was ich gut von mir selbst trennen kann.

Fazit

Ich habe noch nie ein so gutes nonfiction Buch gelesen! Ich will noch mehr von ihr lesen und werde auch in ihre fiktionalen Werke reinschauen. Wenn ihr euch mehr mit Übergewicht und Gründen von Übergewicht beschäftigen wollt, kann ich euch dieses Buch nur empfehlen, aber auch wenn ihr einfach nur neugierig seid auf dieses Buch, weil Emma Watson es in ihrem Buchclub empfiehlt, dann solltet ihr es dennoch lesen.

Meine Bewertung

Rezension zu „Gelobtes Land: Gloov“ von Christine Heimannsberg

Dies ist der zweit Band einer Reihe, zum ersten Band kommt ihr hier.

Lore hat es mit ihrem Bruder Jame, ihrem Freund Jul und Sim ins Gelobte Land geschafft – der Neuen Welt, wie sie hier genannt wird. Und die bietet alles, was nötig ist: Nahrung, Kleidung; selbst technische Errungenschaften haben hier den Vorfall überstanden. Fasziniert begibt sich Lore in die Hände von Flüchtlingshelfern und Therapeuten, während der nun fast dreizehnjährige Jame durch die einheimische Yuna Anschluss an eine Gruppe Gleichaltriger findet und sich zum ersten Mal verliebt. So wie Lore brennt er darauf, sich schnellstmöglich zu integrieren, während Sim und Jul den Fremden skeptisch gegenüberstehen.
Außerhalb des Camps zeichnet sich ein Umbruch in der Neuen Welt ab, in der das geistige Oberhaupt Maklaren Gewaltfreiheit, Polyamorie und gemeinschaftliches Erziehen der Kinder propagiert. Jul erkennt instinktiv die Gefahr, die von dem charismatischen Führer ausgeht und lässt sich von Sisdal für das Oppositions-Lager anwerben. Lore gerät zunehmend zwischen die Fronten. Als Jame durch Yuna in Schwierigkeiten gerät, erfahren die vier, was es in der Neuen Welt heißt, gegen die Regeln zu verstoßen.

Klappentext

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar über NetGalley zur Verfügung gestellt.

Lore hat es endlich geschafft und ist mit ihrer Gruppe endlich ins Gelobte Land gekommen. Sie sind in Sicherheit. Doch die Umstellung auf eine ganz neue Gesellschaft ist schwierig für sie alle. Im gelobten Land dreht sich alles darum, dass die Liebe fließen muss, eine extreme Umstellung von allem was Lore bisher kannte

Zu Beginn des Buches habe ich mich gelangweilt, mich hat das gelobte Land nicht sehr interessiert, alles was passiert ist war vorauszusehen. Erst zur Mitte des Buches hat sich das Blatt gewendet und gezeigt, dass das ganze doch vielschichtiger ist als das Buch zunächst vermuten lässt.

Das ist jetzt auch irgendwie mein Problem, denn die erste Hälfte hat mir nicht gefallen und über die zweite Hälfte kann ich nicht wirklich reden ohne euch zu spoilern. Also was nun? Ich versuche es einfach mal. Ich finde Lore entwickelt sich nicht und obwohl erwähnt wird, dass sie Probleme hat sich dort zurechtzufinden und sie etwas skeptisch ist, hat die Autorin es sich meiner Meinung nach zu einfach gemacht. Lore hätte nach den traumatischen Erlebnissen in ersten band jetzt viel an Tiefe gewinnen können, aber es wird immer nur am Rand erwähnt, dass sie mal einen Albtraum hat. Wo bleibt die Angst vorm Einschlafen, weil man ja wieder einen Albtraum haben könnte, wo sind die Nächte, in denen sie schweißgebadet aufwacht?

Der Schreibstil ist ganz gut. Es ist leicht das Buch zu lesen, aber man fliegt nicht nur so durch das Buch, es ist also durchaus ausbaufähig. Ich würde gerne was richtig positives sagen, aber mir fällt einfach nichts ein, was mir im Kopf geblieben ist dazu.

Fazit

Es war eine gute Fortsetzung zum ersten Band, jedoch nicht für die Charaktere. Die Handlung an sich wurde gut weiter geführt, doch die Charaktere haben in diesem Buch mehr verloren als gewonnen. Wer den ersten Band schon gelesen hat und wissen will wie es weiter geht, kann diesen Band lesen, aber wer diese Bücher noch nicht gelesen hat, braucht damit nicht anfangen.

Meine Bewertung

Rezension zu „Wenn Donner und Licht sich berühren“ von Brittainy C. Cherry

Sich in Jasmine Greene zu verlieben, fühlte sich an wie ein warmer Sommerregen. Leicht und unbeschreiblich schön. Aber als wir uns Jahre später wieder gegenüberstehen, ist von dem Sommerregen nichts mehr übrig. Stattdessen sehe ich in ihren Augen einen tosenden Sturm. Wie lange tobt er schon dort? Wie lange hat er sich schon in ihrer Seele zusammengebraut? Ihr Herz ist für immer gebrochen, und ich hasse mich dafür, dass ich es jetzt erst bemerke – wo es vielleicht schon zu spät ist. 

Text und Bild vom Lyx Verlag

Ich habe dieses Buch vom LYX Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Es war eine Aktion für Blogger, bei der man sich auf ein signiertes Exemplar bewerben konnte.

Triggerwahrnung (Achtung Spoiler!)

In diesem Buch wird Mobbing, Vergewaltigung und Mord behandelt.

In diesem Buch geht es um Jasmine, ihr Traum ist es zu singen. Ihre Mutter tut alles dafür, dass dieser Traum war wird und noch mehr. Eine strenge Diät, Tanzstunden und Castings für Schauspiel. Und natürlich Castings für Bands in der Musikrichtung Pop. Doch Jasmine will kein Pop singen, sie will Soul singen. Elliot ist ein unscheinbarer Junge, in der Schule wird er gemobbt, doch was keiner weiß, ist dass er Samstagsabends auf seinem Saxophon Jazz spielt in der Stadt. Als Jasmin in eines Abends dort spielen sieht ist sie hin und weg.

Wenn ihr einen ersten Eindruck von diesem Buch bekommen wollt, kann ich euch nur die Leseprobe empfehlen, das habe ich auch gemacht und sofort einen guten Einblick auf den Schreibstil bekommen, dieser hatte mich auch überzeugt, dass ich dieses Buch lesen will, da es einfach schon so gut geschrieben ist. Es schafft es sofort mich in das Buch einzusaugen und ich konnte meine Umgebung komplett vergessen. Ich war schnell gefesselt und wollte immer mehr.

Ich habe dieses Buch an einem Tag durch gelesen, mit ein paar Pausen, aber auch nur, weil ich es Ostersonntag gelesen habe und wir an dem Tag Besuch von der Familie hatten. Dieses Buch war ein Segen an dem Tag, denn ich kann in letzter Zeit nicht gut mit Familien Besuch umgehen, also war es wunderbar mich zwischendurch mit dem Buch abzulenken.

Ich liebe diese Handlung, sie erzählt von einer ersten Liebe und der Kraft der Musik. Klingt sehr kitschig und Klischee belastet, ist es aber nicht. Ich meine na klar, einige Dinge sind sehr vorhersehbar, aber der Weg ist das Ziel. Ich liebe sie Charaktere, denn sie zeigen einfach so schön wie sie sich weiter entwickeln. Mir sind die beiden sehr schnell ans Herz gewachsen. Und ich mag es, dass es schwer ist für die Hauptcharaktere, dass sie sich gefunden haben, aber sie sind sich nicht bewusst, wie wertvoll ihre Verbindung ist.

Fazit

Ich bin begeistert von diesem Buch. Es gehört mit zu den besten New Adult Bücher aus dem LYX Verlag, und die haben einige sehr gute Bücher. Es ist ein Buch, dass man liest wenn man gute Laune braucht oder wenn man für ein paar Stunden die Realität vergessen will. Für alle New Adult Fans ein Muss!

Meine Bewertung

Rezension zu „Das Biest in ihm“ von Serena Valentino

Wie wurde aus dem schönen Prinzen das furchterregende Monster? Das Märchen von der Schönen und dem Biest kennen alle. Warum jedoch verändert sich der von seinem Volk einst so geliebte Prinz zu einem verbitterten, zurückgezogen lebenden Biest? Sein königlich vergoldetes Leben in Prunk und Schönheit zerfällt und er wird zutiefst böse – zu seinem eigenen Leid. In dieser Geschichte wird das Märchen erstmals aus Sicht des Prinzen erzählt. In einem spannenden, psychologisch einfühlsamen Fantasy-Roman.

Text und Bild vom Carlsen Verlag

Als ich dieses Buch in der Buchhandlung gesehen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch haben will. Ich meine es ist Disney, es werden Fragen beantwortet zu einem meiner Liebsten Disney Filmen! Und es ist mit seinen 12€ für ein Hardcover auch noch sehr günstig!

Aber worum geht es überhaupt? In diesem Buch lernen wir den Prinzen, der später zum Biest wird kennen. Wie war er vor der Verwandlung, warum wurde er verwandelt und wie passt er zu dem kleinen Dorf?

Meinen größten Kritikpunkt an diesem Buch haue ich einfach gleich schon mal raus, es ist nicht gut geschrieben. Es ist fast schon eine Qual mehr als 50 Seiten am Stück zu lesen und das hat mich echt gestört, denn ich wollte dieses Buch lesen, ich wollte wissen was passiert, aber ich musste Pausen beim Lesen einlegen, damit ich nicht einfach so die Seiten überfliege, damit ich endlich durch bin.

Die Handlung an sich war sehr interessant, da sie die Hintergrund Geschichte zum Biest gezeigt hat. Leider passt das ganze Überhaupt nicht zu den Filmen. Im Buch ist die Verwandlung noch nicht lange her und sie findet anders statt, als in den Filmen. Gerade in der Neuverfilmung sieht man zu beginn wie die Verwandlung stattgefunden hat und im Buch wird es sowohl vom Grund, von der Ausführung der Verwandlung und von der Hexe, die ihn verwandelt hat. In dem Buch erfährt man schon im ersten Kapitel, dass er von mehreren Hexen verwandelt wurde, Lucinda, Martha und Ruby. Auch das die Verwandlung im Buch schleichend passiert ist, wird schon erwähnt. Aber je weiter man in das Buch hineinkommt um so weiter entfernt es sich vom Buch.

Erzählt wird aus der Perspektive vom Biest, jedoch ist nicht immer sofort ersichtlich wann wir uns gerade befinden. Vor der Verwandlung oder danach?

Von der Gestaltung her habe ich auch mehr erwartet. Das Cover und die Rückseite sind ja ganz schön, doch innen drinnen habe ich mehr erwartet. Etwas mehr märchenhaftes, es geht hier ja schließlich um Disney Filme. Und auch von der Haptik her ist das Buch merkwürdig. Es ist fast schon klebrig, es zieht Staub magisch an und kleinste Kratzer sieht man sofort.

Fazit

Ich sehe keinen größeren Sinn darin diese Bücher zu kaufen oder zu lesen. Es war ganz nett, die Perspektive ist interessant. Aber sind wir mal ehrlich es gibt bestimmt bessere Nacherzählungen als das hier. Und auch es sich zu kaufen um es auf Instagram zu zeigen lohnt es sich auch nicht, denn es ist ein Staubmagnet. Ich denke Fans der Disney Filme wären enttäuscht und alle anderen könnten sich für das Geld ein schönes Taschenbuch kaufen, und haben da mehr von. Dennoch will ich nicht abstreiten, dass die Handlung durchaus unterhaltsam war.

Meine Bewertung

Das Buch

Autor: Serena Valentino

Übersetztung: Ellen Flath

Erscheinungsdatum : 2019

Verlag: carlsen

ISBN: 978-3-551-28021-3

Seitenanzahl im Hardcover: 214

Rezension zu „Morgen irgendwo am Meer“ von Adriana Popescu

Was Romy, Konrad, Nele und Julian auf ihrem gemeinsamen Weg nach Lissabon erwartet, scheint der perfekte Sommerroadtrip nach dem Abitur zu sein. Doch dass jeder von ihnen weit mehr als nur leichte Sommerklamotten im Gepäck hat, wird dem eher durch Zufall zusammengewürfelten Quartett erst im Lauf der Reise klar. Denn in Wahrheit geht es bei diesem Roadtrip um nichts weniger als die Suche nach sich selbst, dem eigenen Leben, der großen Liebe und wahrer Freundschaft.

Text und Bild vom cbt Verlag

Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich auf dieses Buch gefreut habe. Ich liebe die Bücher von Adriana Popescu und „Mein Sommer auf dem Mond“ ist eins meiner Lieblingsbücher.

In diesem Buch geht es um Romy, Konrad, Nele und Julian, die gemeinsam auf einen Roadtrip Richtung Lissabon machen. Doch diese Gruppe, ist nicht gerade Ideal für einen Roadtrip. Konrad hatte die Idee zu den Roadtrip, eigentlich wollte er nur mit Romy fahren, doch Julian, Romys fester Freund, wollte das nicht zulassen. Und da alle mit Julians Auto fahren, hat dieser beschlossen Nele mitzunehmen, ein völlig fremde, in deren Alter, die auch in die Richtung möchte und sich über eine App gemeldet hatte. Ideal ist die Situation nicht, denn irgendwas ist zwischen Nele und Konrad passiert, doch sie reden nicht darüber und dadurch wird Julian eifersüchtig. Und Nele sitzt mittendrin. Doch dieses Buch wäre nicht von Adriana Popescu, wenn die vier nicht nur ihre Heimat sondern auch ihre Komfortzone verlassen.

Triggerwahrnung (Achtung Spoiler!) In diesem Buch kommt eine Person vor, die den Kampf gegen Krebs verloren hat und es wird Suizid thematisiert.

Ich bin begeistert von diesem Buch. Es ist mal wieder ein Buch, das durch die Entwicklung der Charaktere vorangebracht wird. Sie lernen ihre Vergangenheit zu bewältigen und drüber zu sprechen. Ich mag es sehr wie Adriana Popescu es schafft ein paar junge Menschen auf eine Reise zu schicken und dort so viel passieren zu lassen und dass obwohl gefühlt kaum was passiert. Doch die Reise die in diesem Buch passiert, geschieht in den Charakteren und ihrem Verhältnis

Der Leser erlebt das ganze aus Romys Sicht, man weiß nicht was passiert ist, doch durch die Gedanken erhält man doch einen größeren Einblick auf das ganze Problem als Julian, der bei dem ganzen nur daneben steht.

Zu beginnt fragt man sich warum sie diesen Roadtrip überhaupt machen und ich habe Nele bemitleidet, beim Lesen habe ich schon die unangenehme Spannung gespürt, wie muss es denn sein, wenn man im Auto sitzt. Aber ich glaube nicht, dass dieses vier zu dem Ergebnis gekommen wären ohne gezwungen zu sein auf engsten Raum zu sein wie in diesem Buch. Ich denke es hat den Charakteren gut getan.

Geschrieben ist es wie immer fantastisch! Ich bin jedes Mal wieder begeistert davon wie gut sie schreiben kann und wie leicht sie es ihren Lesern macht sich in ihr Buch zu verlieben. Sie behandelt schwierige Themen, aber schafft es dem ganzen eine Leichtigkeit zu geben. Es gibt einem das Gefühl nicht allein mit all seinen Problemen zu sein.

Mein Fazit

Ich liebe dieses Buch, es ist wunderbar geschrieben und behandelt so schwierige Themen ohne mir das Gefühl zu geben es wäre zu viel, dass kann bei jedem anders ausfallen, deshalb findet ihr oben Triggerwahrnungen. Ich habe dieses Buch miterlebt, jeden falls hat es sich so angefühlt. Ich kann dieses Buch weiterempfehlen, an alle die Charakterbasierte Handlungen mögen und genießen, aber ich denke, alle Popescu Fan sind von diesem Buch nicht enttäuscht. Jedoch hat es nicht „Mein Sommer auf dem Mond“ geschlagen.

Meine Bewertung